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Toleranztraining für Kita, Grundschule und Sek.I

Toleranz gegenüber Fremdländischen, anderen Nationalitäten, Religionen und Meinungen haben für mich einen großen Stellenwert im gegenseitigen Miteinander. Vorurteilsfreies Handeln und Offenheit sind soziale Kompetenzen die schon Kinder erlernen und immer wieder trainieren können. Mit einem Toleranztraining können wir Kinder und Jugendliche in Kita, Grundschule, Sekundarstufe I und II begleiten. ErzieherInnen, Eltern, LehrerInnen sind in der Vorbildrolle für Kinder und Jugendliche, insbesondere in den verschieden Entwicklungsphasen sehr wichtig.

„Adam das etwas andere Schnabeltier“ ist die Basis eines individuellen Toleranztrainings, das ich für Kita, Grundschule und Sekundarstufe I entwickelt habe.

Unterstützt werde ich hierbei von den „Boshigurmis“ aus dem Häkelguide Vol. 12 von myboshi. Ich danke myboshi, Florian Jänisch für die Genehmigung die Häkeltiere für das Toleranztraining benutzen zu dürfen

IMG_0637„Adam, das etwas andere Schnabeltier“ –

ein Toleranztraining für Kinder und Jugendliche im Alter von 4-12

Adam ist ein ganz besonderes Schnabeltier. Das einzige seiner Art mit gestreiftem Fell während seine Freunde einfarbig bunt sind. Adam will lieber sein wie seine Freunde. Die Geschichte auf den folgenden Seiten erzählt von Adam auf der Suche nach einem einfarbigen Fell.

Hugo und Hannes sind die beiden anderen Schnabeltiere, grün und schlammbraun, selbstbewusst und zielstrebig. Sie wissen immer, was sie wollen und glauben immer das Richtige zu tun.

Carla die Schnecke liegt am Ufer des Flusses, wo sie gemächlich durch das hohe Gras kriecht, sie nimmt sich immer viel Zeit für Beobachtungen.

Waltraut der blauen Meeresbewohner liegt im tiefen See und gilt als ein friedliche, ausgeglichene Wal-Dame. Sie wurde als Baby von Fischern in dem See ausgesetzt, fühlt sich aber sehr wohl, gemeinsam mit ihren Freunden.

Felix der Koala sitzt in seinem Baum, sieht sich die Welt am liebsten von oben an. Er hat immer gute Ideen und hat meist den Überblick.

Gemeinsam leben alle Tiere an einem See in Traumland. Der See ist umgeben von Bäumen und Wiesen, ruhig und abgeschieden.

„Heute ist ein schöner Sonnentag“, schwärmt Adam freudig. Das Sonnenlicht wirft sein eigenes Spiegelbild auf die Wasseroberfläche des großen Sees. Staunend betrachtet er sich. „Ich sehe ja ganz anders aus als meine Freunde Hugo und Hannes“, erblickt sich Adam erschrocken.

Zweifelnd sieht er an das andere Ufer des Flusses und blickt die beiden anderen Schnabeltiere Hugo und Hannes an. „Warum habe ich so viele bunte Streifen, wenn doch alle anderen Schnabeltiere ein einfarbiges Fell haben. Hugo ist grün, Hannes ist schlammbraun?“, fragt sich Adam.

„Wenn ich nur so aussehen könnte wie meine Freunde, dann würden sie mich vermutlich mehr mögen. Ich muss jemanden finden, der mir hilft auch so ein schönes Fell zu bekommen wie Hannes und Hugo“, bemerkt Adam traurig.

„Ich schwimme einfach den großen See hinunter. Vielleicht finde ich jemanden der mir ein braunes Fell geben kann“, überlegt sich Adam. Am Wegesrand trifft er auf die Schnecke Carla.

„Hallo, ich heiße Adam und bin auf der Suche nach jemandem der mir helfen kann.“ „Wer bist du?“, fragt Adam. Carla zu Adam: „Ich bin die Schnecke Carla. Ich beobachte mit Ruhe und bin immer sehr langsam unterwegs. Du hast mich mit deinem wunderschönen, bunten Fell sofort beeindruckt. Wie kann ich dir helfen?“ „Ich würde am liebsten so aussehen wie meine Freunde. Die anderen Schnabeltiere Hannes und Hugo sind schlammbraun oder grün, erzählt Adam traurig.“ „Da kann ich dir leider nicht helfen, aber frage doch mal Waltraut den Wal“, antwortet Carla die Schnecke. „Du musst nur dem See bis zum anderen großen Ufer folgen“, versucht Carla Adam aufzuheitern. „Vielen Dank liebste Carla für deinen Rat“, antwortet Adam. Schnell macht sich Adam auf den Weg Waltraut zu suchen.

Schließlich erreicht Adam das große, andere Ufer des weiten Sees. Nur von Waltraut dem Wal ist nichts zu sehen. Plötzlich tauchen zwei riesengroße, gutmütige Augen vor Adam auf. „Hallo wer bist du denn?“, brummt eine tiefe, freundliche Stimme.

„Du hast ja ein so tolles Fell. So eins würde ich auch gern haben, dann könnten mich meine Freunde im dunklen See schon von weitem erkennen. Das wäre einfach nur schön,“ schwärmt Waltraut. „Ich heiße Adam, entgegnete das Schnabeltier. „Ich bin auf der Suche nach jemandem der mir ein braunes Fell schenken kann“, erzählt Adam. Verdutzt schüttelt Waltraut ihren Kopf. Waltraut zu Adam: „Das verstehe ich nicht, du bist so schön, sagt Waltraut zu Adam, aber mein guter Freund Felix kann dir bestimmt helfen? Kennst du Felix? Er lebt in den duftenden Eukalyptusbäumen am nächsten Seeufer. Er häkelt für sein Leben gern. Adam fragt: „Oh schön, aber wie komme ich dorthin? ,“ fragt Adam schüchtern. „Ich helfe immer gerne “, sagt Waltraut. „Steig auf meine Flosse, ich bringe dich dort hin, rief Waltraut Adam zu. Fluchs schubst Waltraud das Schnabeltier Adam sanft mit ihrer Flosse aus Wasser hoch über den großen breiten Weg, hoch in die Wolken und ruft Adam noch von Weitem zu: „Viel Glück!“.

Schon von weitem kann er Felix den Koala erkennen. Gemütlich sitzt er in seinem Baum. Neugierig kaut er auf ein paar frischen Eukalyptusblättern herum. Behutsam landet Adam mit seinem Fallschirm auf einem Ast neben Felix. „Hallo du musst Felix sein?“, fragt Adam ungeduldig. „Hallo Adam, ich bin Felix! Was kann für dich tun?“, fragt der Koala freundlich. Adam nimmt all seinen Mut zusammen und sagt: „Ich bin auf der Suche nach einem schönen schlammbrauen oder grünem Fell. Ich möchte doch so gerne aussehen wie meine Freunde die anderen Schnabeltiere“, berichtet Adam.

„Ach, Adam, du bist so etwas Besonderes, schau mich an, ich bin auch kein normaler Koala, ich bin bunt, nicht grau wie meine Artgenossen.  Ohne dein tolles buntes Fell erkennen dich deine Freunde nicht. Oh Adam, kehre zurück zu deinen Freunden und du wirst sehen, sie haben dich bereits vermisst“, sagt Felix zu Adam. Etwas enttäuscht, ohne ein neues, einfarbiges grünes oder schlammbraunes Fell zu den Freunden heimzukehren, macht sich Adam auf den Weg.

Von Weitem erblickt Waltraut der Wal Adam und winkt ihm freudig zu. Adam wundert sich und schwimmt zu Waltraut. „Wie hast du mich erkannt Waltraut?“, fragt Adam. „Ich habe dich an deinem prächtigen bunten Fell erkannt “, erwidert Waltraut freundlich. „Mmh, es ist wohl doch nicht so schlimm bunt zu sein“, stellt Adam für sich fest, freudig verabschiedet sich Adam und schwimmt zurück zu seinen Freunden.

Am großen Ufer warten seine Freunde Hannes und Hugo schon auf ihn. Sie rufen ihm erregt zu: „Wo warst du? Wir haben dich vermisst und haben dich überall gesucht!“ „Wie habt ihr mich denn so schnell entdeckt?“, fragt Adam seine Freunde. Die beiden rufen im Chor: „Du bist bunt!“ Einfach anders, schöner und einzigartig, du bist du Adam unser Freund das etwas andere aber liebevolle Schnabeltier. Ach, Adam so gefällst du uns am Besten bunt und fröhlich.“ Nun freut sich Adam mit seinen Freunden, springt in die Luft.

Jetzt weiß Adam auch ganz genau was er ist: Ein besonders liebevolles Schnabeltier, das alle Mögen!

[1] © vertrauliche Geschäftsgrundlage in der Entwicklung